• Stadt Bacharach

Gute alte Zeit

“die arme Judde-Mädscher” – mit siebzig Jahren ins KZ

“die arme Judde-Mädscher” – mit siebzig Jahren ins KZ

Meine Geschichte widme ich den Bacharacher Zwillings­schwestern Jenny und Bertha Wolff, genannt „die Wolffe-Mädscher“, nach Theresienstadt deportiert, gestorben am 13. und 27.8.1942: Opfer des Holocaust.

Basierend auf der Überlieferung von Zeitzeugen wird die letzte Nacht zweier alter Frauen vor ihrem Abtransport in das KZ erzählt. 

Bis heute wurde kein “Stolperstein” zum Gedenken an ihr unfassbares Schicksal in Bacharach auf der Straße ausgelegt.


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Krawall-Besuch vom “Ballermann” (2005 in der “Münze”)

Krawall-Besuch vom “Ballermann” (2005 in der “Münze”)

Wer seinen Fuß in die voll besetzte Wohnbehaglichkeit der “Münze” setzt, wundert sich, dass trotz hautenger Platzverhältnisse kein lärmender Trubel aufkommt. Auch mag er sich kaum vorstellen, dass einmal neuzeitlicher Krawall-Tourismus die beschauliche Idylle torpedieren könnte. 

 


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ewig her: Z E I T D E R L I E D E R

ewig her:   Z E I T   D E R   L I E D E R

Es war Anfang der fünfziger Jahre, die Dame hoch in den achtzig und ihr Organ den Hund verschreckend stimmgewaltig.

Sie trank drei Glas Riesling-Wein im altehrwürdigen Gasthaus, sang dazu aus vollem Hals und schwebte zwei Stunden später im Zustand paradiesischer Gelöstheit durch die schwere Eichentür wieder hinaus auf unsere “Obergass”. Jeden Donnerstag!


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… da riss sich der Ochs los und rannte durch die Stadt

… da riss sich der Ochs los und rannte durch die Stadt

Es geschah an einem himmelblauen Tag im Juni: Dem Joste-Metzger ging im Schlachthaus ein Zwölf-Zentner-Ochs durch, stürmte ins Freie und setzte die halbe Stadt unter Strom. Gottseidank kam niemand unter die Hufe. Der Koloss hätte ein Blutbad anrichten können.

Er war zunächst in der Wurst-Küche herum gepoltert und dann Richtung Laden gerannt.


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Originale sterben nicht: “DER FRITZ”

Originale sterben nicht: “DER FRITZ”

Jede Stadt hat ihre Originale. Besonders in fernsehlosen Zeiten wärmte oder rieb man sich gerne an der kurzweiligen Andersartigkeit besagter Zeitgenossen. Niemand weiß warum, aber sie starben langsam aus.

Ein letztes Exemplar  dieser Art war in unserer kleinen Stadt FRITZ BASTIAN. Er ist zwar schon viele Jahre unter der Erde aber immer noch in aller Munde.

Kurz: der Mann scheint unvergessen.


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